Nächstenliebe ist mein Lieblingsgeschäft

Luftaufnahme der St Nicolai Kirche in Lemgo

Zur Verfügung gestellt vom Ev. Rundfunkreferat, WDR

Nächstenliebe ist mein Lieblingsgeschäft
Evang. Gottesdienst aus der St. Nicolai Kirche in Lemgo
13.04.2020 - 10:00
Kontakt und Predigttext

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Evangelischer Festgottesdienst am Ostermontag

 

Wegen der aktuellen Situation zur Verhinderung der Ausbreitung von Covid-19 findet der Gottesdienst nur mit den Mitwirkenden, ohne weitere öffentliche Gemeinde statt.

Sich nicht abfinden mit den Dingen und Neues wagen – das ist kurz gesagt die Botschaft des Osterfestes. Not sehen und helfen. Die Welt verbessern. Dabei Kraft schöpfen aus dem Glauben und nicht aufhören zu suchen, wie man die Probleme der Zeit anpacken kann. Über den Tellerrand schauen und sich inspirieren lassen von dem, was man nicht für möglich gehalten hätte.
Jesus Christus ist aus dem Tod auferstanden. Das hatte niemand für möglich gehalten. Und doch ist er plötzlich bei seinen Jüngerinnen und Jüngern und stärkt sie für den weiteren Weg. Gibt ihnen Kraft und Rückenwind, nach seinem Tod weiterhin das Gute zu tun.

Fürstin Pauline zur Lippe (1769-1820) in einem zeitgenössischen Portrait von Johann Christoph Rincklake

Eine, die das vorgelebt hat, ist Fürstin Pauline zur Lippe, die vor 200 Jahren, 1820, gestorben ist. Als Regentin des Kleinstaates Lippe hat sie persönlich für dessen Eigenständigkeit bei Napoleon gekämpft und sie war einige Jahre Bürgermeisterin von Lemgo. Sie war eine moderne Frau und ihrer Zeit weit voraus. Das Landestheater Detmold widmet Fürstin Pauline ein Familien-Musical. Einige Songs aus diesem Musical werden im Ostergottesdienst in der St. Nicolai-Kirche erklingen. Die historische Fürstin Pauline kommt so zu Wort. Es geht um ihren christlichen Glauben und was der mit dem Regieren zu tun hat. Es geht darum, wie sie Armen zu einer Mahlzeit verhilft und Müttern zu einer Kinderbetreuung. Sie hat sich inspirieren lassen: Nach einem Vorbild aus Paris erschafft sie den ersten Kindergarten Deutschlands.

 

Neben der historischen Figur stellen sich in diesem Ostergottesdienst Leute von heute aus der Gemeinde vor: ein Christ, der als buddhistischer Bettelmönch gelebt hat; eine pensionierte Ärztin, die sich für einen sozialen Mittagstisch engagiert und eine junge Christin, die sich bei „Fridays for Future“ für die Bewahrung der Schöpfung Gottes einsetzt. Die Predigt hält Superintendent Dr. Andreas Lange. Er wird die Brücke schlagen zur aktuellen Situation. Hygiene, Verhinderung der Ausbreitung von Seuchen, das sah auch Fürstin Pauline schon als eine wichtige Aufgabe an. Durch den Gottesdienst führt Elisabeth Wirtz, Leitende Dramaturgin am Musiktheater im Landestheater Detmold. Vom Theater wirken ebenfalls mit: der Komponist und Musikalische Leiter Andreas Jören sowie Silke Dubilier und Annina Olivia Battaglia – u.a. in den Figuren der Fürstin Pauline.
 

Zwei Solisten, Sarah Romberger (Alt) und Florian Feth (Tenor) begleiten uns musikalisch. Am E-Piano Kantor Frank Schreiber, der auch die musikalische Leitung hat. Die Orgel spielt Kirchenmusikdirektor Jobst-Hermann Koch. Außerdem mit dabei: Die Brass-Band „Hermanns Blech“ und Roman List am Cajon.

 

Hinweis für Hörgeschädigte: 

„Dieser Gottesdienst wird für hörgeschädigte Menschen mit

Videotext-Untertiteln Tafel 150 ausgestrahlt.“