Das Wort zum Sonntag

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Das Wort zum Sonntag
Samstags nach den Tagesthemen im Ersten

Die Sendung begann mit einer Panne: Am 1. Mai 1954  war das erste Wort zum Sonntag im Deutschen Fernsehen geplant. Doch Prälat Klaus Mund aus Aachen konnte am Tag der Arbeit nicht arbeiten: Ein Kabelbruch verhinderte die Ausstrahlung der Live-Sendung.

So kam es, dass eine Woche später, am 8. Mai 1954, der evangelische Pastor Walter Dittmann das allererste Wort zum Sonntag sprach. Die Panne ist längst vergessen - heute gehört das Wort zum Sonntag mit über 1,4 Millionen Zuschauern pro Sendung zu den quotenstärksten kirchlichen Sendungen in Deutschland und geht nicht nur inhaltlich, sondern auch technisch mit der Zeit.

Weitere Informationen zur Sendung, Gewinnspiel und Hintergrundinformationen finden Sie zusätzlich hier:

 

Das Wort zum Sonntag im Ersten

Vorherige Sendung
Julia Enxing
Theologieprofessorin Julia Enxing
28.01.2023 - 23:45
mit Theologieprofessorin Julia Enxing

Alle Menschen, ohne „Wenn und Aber“, haben die gleiche Würde.  Schön wär’s, wenn wir das alle verstanden hätten. Im Gedenken an die Opfer des Holocaust wird die folgende Frage immer wieder gestellt: Haben wir wirklich aus diesem einmaligen Gewaltereignis gelernt? Für 2023 wünscht Julia Enxing, dass uns deutlich ist: Wir sind es, die Fanatismus und Faschismus ein Stopp-Schild entgegenhalten müssen.

Nächste Sendung
Pfarrerin Anke Prumbaum
Pfarrerin Anke Prumbaum
04.02.2023 - 23:50
mit Pfarrerin Anke Prumbaum

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Pfarrer Benedikt Welter
Pfarrer Benedikt Welter
01.01.2023 - 23:25

Was für ein Unterschied: Viel Aufwand und Lärm am Ende des alten Jahres, Stille am Anfang des neuen. Und dann bricht der Alltag wieder ein. Und um diesen Alltag zu bestehen, brauchen Menschen das Fest. Beides muss man zusammen denken und leben: dass jeder Tag eine unermessliche Bedeutung hat und dass zugleich jeder Tag irgendwie verschwindend gering ist. Im „Wort zum Jahresbeginn“ am 1. Januar um 23:35 Uhr im „“Ersten“ lobt Pfarrer Benedikt Welter den Alltag, der jeden spätestens am 2. Januar wieder eingeholt hat.

Pfarrer Alexander Höner Berlin
Pfarrer Alexander Höner
07.01.2023 - 23:50

Was kommt auf uns zu? Das fragen sich die Menschen seit jeher in den ersten Tagen im neuen Jahr. Steht die kommende Zeit in Gottes Händen? Kann ich selber etwas zum Guten verändern? Nehmen wir an, Sie müssten 13 wichtige Wünsche fürs Leben aufschreiben und 12 davon verbrennen. Einen Wunsch aber behalten und ihn umsetzen. Was würde das bedeuten und verändern – das fragt sich Pfarrer Alexander Höner aus Berlin im Wort zum Sonntag

Pfarrerin Stefanie Schardien
Pfarrerin Dr. Stefanie Schardien
14.01.2023 - 23:50

Wer sind die Guten?

Die einen verstehen sich als Kämpfer*innen für eine bessere Welt und für die Rettung ihrer eigenen Zukunft. Dagegen stehen andere, die Sachzwänge und Gerichtsurteile ins Feld führen. Die einen haben den Horror einer überhitzten Erde vor Augen, die anderen fürchten eine ungehemmte, gewaltbereite Gesellschaft. Alle meinen, recht zu haben. Stefanie Schardien hält in diesem Konflikt der Vollüberzeugten eine Haltung für notwendig: Zweifeln. Weil jede Überzeugung, die sich absolut setzt, ein Korrektiv braucht: Zweifeln ist dringend geboten, sagt die Pfarrerin aus Fürth in ihrem aktuellen Wort zum Sonntag.

Pastoralreferentin Lissy Eichert
Lissy Eichert
21.01.2023 - 23:35

Guten Abend.

Seit 30 Jahren lebe ich in Berlin-Neukölln. Meine Kirchengemeinde Sankt Christophorus ist von der Sonnenallee - einem der Silvesterkrawall-Hotspots - nur einen Steinwurf entfernt. Vor 30 Jahren hieß Neukölln die „Bronx von Berlin“.  Und genau da wollten wir hin.

Wir gründeten mit der Gemeinde das Projekt „Kirche im sozialen Brennpunkt“. Wollten der Armut und Perspektivlosigkeit etwas entgegensetzen. Mit Gottes Hilfe und durch kräftiges Zupacken.

Heute sind wir eine bunte Truppe aus vielen Nationalitäten. Und das Zusammenraufen ist auch gar nicht so schwer. Mit Offenheit, Respekt und klaren Regeln  klappt das ganz gut.

Als ich am Neujahrsmorgen aus dem Fenster schaute, war unter Müllbergen, Böllerresten und Glasscherben die Straße kaum noch zu sehen. Als ich dann durch die Medien das ganze Ausmaß an Gewalt und Zerstörung erfahren habe, war ich fassungslos. Gewalt gegen Rettungskräfte – eine absolut rote Linie.

Und über die Äußerungen mancher Politiker zu den Krawallen konnte ich nur den Kopf schütteln. Als würden Schuldzuweisungen und Polemik die Ursachen aufdecken und irgendetwas besser machen.

Die Putzkolonnen der Stadtreinigung haben den Müll weggeräumt. Doch der Rauch dieser Neuköllner Nacht ist bis heute nicht verflogen.

Was brodelt da unter der Oberfläche?

Julia Enxing
Theologieprofessorin Julia Enxing
28.01.2023 - 23:45

Alle Menschen, ohne „Wenn und Aber“, haben die gleiche Würde.  Schön wär’s, wenn wir das alle verstanden hätten. Im Gedenken an die Opfer des Holocaust wird die folgende Frage immer wieder gestellt: Haben wir wirklich aus diesem einmaligen Gewaltereignis gelernt? Für 2023 wünscht Julia Enxing, dass uns deutlich ist: Wir sind es, die Fanatismus und Faschismus ein Stopp-Schild entgegenhalten müssen.